Bearbeitet von
Lukas Braun

In der neuesten Analyse zur Pokerdynamik haben Spieler interessante Erkenntnisse darüber gewonnen, wie unterschiedliche Hände auf dem Flop K54r interagieren. Dabei stellt sich die Frage, welche Hand langfristig mehr Gewinn verspricht: die starken Asse oder die Draws?
Ein Spieler führte kürzlich eine Untersuchung zu den Kartenrankings im Cash Game durch. Im Szenario, in dem der CO die AA hält und der BB 76s, zeigt sich eine klare Gewinnverteilung zugunsten von 76s. Obwohl AA eine starke Ausgangsposition hat, bringt die Verbindung von 76 auf diesem Flop mehr Gewinn.
„AA hat eine enorme Reichweitenvorteil, aber Draws sind riskanter und lukrativer“, kommentierte ein Teilnehmer auf einem Forum.
Ermüdend viele Tatsachen zeigen, dass die AA auf diesem Board eine negative EV von -32% pot, oder -163 bb/100, erzielt.
Im Gegensatz dazu kann der BB mit seiner 76s, bei erfolgreichem Draw, eher satte Gewinne einstreichen.
Interessant ist auch, dass jede Hand unter ~45% pot Anteil in diesem Szenario Geld verliert. Beispielsweise schneidet KJo, mit einer EV von nur 22%, schlecht ab und bedeckt nicht einmal die Hälfte des Preflop Einsatzes.
„Es offenbart, wie viel Einfluss die Draws auf die Gewinnchancen haben können“, bemerkte ein weiterer Kommentator.
Werfen wir einen Blick auf die Interaktion zwischen 88, 99 und TT in Bezug auf den Draw von 76. Die Blocker-Effekte sind hier entscheidend. Der 76er Draw ist in den meisten Fällen die gewinnbringendere Option, wenn die Straßen und Flush-Wahrscheinlichkeiten berücksichtiget werden.
Die verwendete Technik ist einfach:
Nutzung eines solvers wie Pio oder GTO+ zur Berechnung des Gleichgewichts.
Nodelock OOP, um alle Hände außer einer speziellen Hand zu überprüfen.
Auswertung der EV von IPs gegen OOPs isolierte Hand.
Diese Methode bringt überraschende Ergebnisse ans Licht und trägt zur I nterpretation der Kartenkombinationen bei.
Einige Spieler scheinen das Potenzial der Draws mehr zu schätzen als andere. „Wenn der Draw kommt, zahlt es sich definitiv aus!“, bemerkte ein Spieler und zeigte sich optimistisch über die Strategie.
◉ 76s erzielt höhere Gewinne gegen AA im aktuellen Szenario.
◈ Jedes Blatt mit weniger als ~45% Potanteil verliert langfristig Geld.
✦ Blocker-Effekte beeinflussen die Gewinnchance erheblich.
Diese Analyse hat die Poker-Community in Bewegung gesetzt. Die Frage bleibt: Warum exorbitante Risiken mit starken Händen eingehen, wenn die Draws so lukrativ sind? Wird dies zu Veränderungen in den Wettstrategien führen? Die Diskussionen darüber sind lang und vielfältig.
In den kommenden Monaten könnten wir eine deutliche Verschiebung in den Wettstrategien beobachten. Experten schätzen, dass etwa 65% der Spieler beginnen werden, aggressive Draws mehr zu schätzen. Diese Veränderungen werden durch das Verständnis befeuert, dass die traditionelle Macht der starken Hände wie AA auf Boards wie K54r oft überschätzt wird. Spieler, die sich auf wahrscheinlichere Gewinne konzentrieren, könnten so das Spielverhalten erheblich beeinflussen, was zu riskanteren Einsätzen und innovativeren Spielweisen führt.
Ein unauffälliger, aber vergleichbarer Moment in der Geschichte der Strategie ist der Wechsel von Schachspielern in den 1970er Jahren von traditionellen Eröffnungen zu flexibleren Spielstilen. Diese Veränderung führte zu unvorhersehbaren Ergebnissen und belohnte Spieler, die sich durch Risiko zu neuen Denkansätzen wagten. So wie Schachmeistern in einer Zeit stagnierender Strategien neue Wege aufgezeigt wurden, so können auch Pokerspieler durch das Verständnis der Draws ihre Strategien revolutionieren und langfristig den Vorteil gewinnen.