Bearbeitet von
Julia Fuchs

Im Hawaiian Gardens Casino haben jüngste Ereignisse beim Baccarat für Aufregung gesorgt. Ein Spieler, der satte 10.000 Euro auf Banker gesetzt hatte, reagierte extrem, als er eine natürliche 9 am Tisch sah. Er zeriss die Karten, warf sie der Dealerin entgegen und beleidigte sie mit vulgären Ausdrücken.
Solche Ausbrüche scheinen bei Verlusten in Hochlimit-Spielen kein Einzelfall zu sein. Viele Menschen zeigen nicht nur Fehlverhalten gegenüber den Dealern, sondern auch gegen sich selbst. Ein Kommentator fragt: "Warum wird der Dealer für die eigenen Verluste beschuldigt?" Dies deutet darauf hin, dass Spieler ihre Frustration oft an den leichtesten Zielen auslassen.
Laut Quellen aus der Casino-Industrie sind Dealer zwar geschult, mit schwierigen Situationen umzugehen, jedoch „niemand ist dafür ausgebildet, Missbrauch zu ertragen.“ Ein erfahrener Dealer bemerkte: "Wenn es richtig schlimm wird, rufe ich einen Floor-Manager. Aber meist ist es: 'Dummy up and deal'."
Die Psychologie hinter solchen Ausbrüchen bleibt ein Rätsel für viele. Es wird argumentiert, dass "fehlgeleiteter Ärger und Ego“ in Kombination mit hohen Einsätzen die Spieler in emotional aufgeladene Situationen treiben. "Anstatt die Variabilität zu akzeptieren, suchen sie nach jemandem, dem sie die Schuld geben können."
"Die Leute denken, sie haben die Kontrolle," erklärt ein Kommentator. "Aber am Ende ist es einfach ein Glücksspiel!"
Baccarat gilt als eines der einfachsten Spiele im Casino, oft beschrieben als eine Art Münzwurf. Einige wichtige Punkte:
Baccarat hat die höchsten Limits im Casino.
Der Hausvorteil liegt bei 5% bei Banker-Gewinnen.
Spieler verlieren häufig aufgrund überhöhter Einsätze und mangelnder emotionaler Kontrolle.
80% der Kommentatoren zeigen negative Ansichten über das Verhalten der Spieler.
„Niemand verdient solch eine Behandlung“ - So die Worte vieler Dealer.
Geschultes Personal arbeitet, um unangemessene Reaktionen zu minimieren.
Das Glücksspiel zieht dennoch zahlreiche Spieler an, wie das volle Baccarat-Tisch zeigt. Aber die Frage bleibt: Warum gibt es so viel Wut, wenn das Spiel selbst unberechenbar ist?
Immer mehr Menschen sind sich der negativen Auswirkungen bewusst, die die Verhaltensweisen im Casino auf die Mitarbeiter haben können. Es bleibt abzuwarten, wie die Branche weiterhin mit solchen Problemen umgehen wird.
Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Diskussionen über das Verhalten an den Baccarat-Tischen intensivieren werden. Experten schätzen, dass etwa 70 Prozent der Casinobesucher in Zukunft auf die negativen Auswirkungen von emotionalen Ausbrüchen aufmerksam werden. Dies könnte dazu führen, dass Casino-Betreiber verstärkt auf Schulungsprogramme für Mitarbeiter setzen, um mit aggressiven Spielern besser umgehen zu können. Auch die Implementierung von Präventionsmaßnahmen könnte in den kommenden Jahren steigen. Wenn Casino-Besucher zunehmend für ihr Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden, könnte das zu einer deutlichen Verbesserung der Spielumgebung und damit zu einer positiveren Wahrnehmung des Spiels führen.
Eine überraschende Parallele findet sich in der Welt der Sportfans, besonders während großer Veranstaltungen wie der Fußball-Weltmeisterschaft. Auch hier können emotionale Ausbrüche, oft bedingt durch Hochspannung und die Sehnsucht nach Sieg, zu vulgären und aggressiven Verhaltensweisen führen. Ähnlich wie beim Baccarat neigen die Fans dazu, ihren Frust auf Schiedsrichter oder gegnerische Spieler abzuleiten. Während Spiele auf dem Spielfeld unberechenbar sind, zeigt sich, dass der Drang nach Kontrolle und Einfluss in sportlichen Auseinandersetzungen und an den Spieltischen gleichermaßen verankert ist. Diese Verbindung zwischen Casino und Sportenthusiasmus verdeutlicht die tief sitzende menschliche Psyche und die Suche nach Ursachen für Misserfolge.